Reitstall Gut Burghof
              Reitstall               Gut Burghof

Die Ackerflächen des Burghofes werden in einer Bewirtschaftungseinheit (Kooperation) mit zwei weiteren Betrieben bewirtschaftet, dem Gutshof des Max-Planck-Institut mit Leo Gerick als Betriebsleiter und dem Marienhof mit Friedhelm Decker als Betriebsinhaber. Nur so wird eine effiziente Betriebsführung nach modernsten verfahrenstechnischen Gesichtspunkten ermöglicht, da wir leistungsstarke teure Spezialtechnik gemeinsam wirtschaftlich einsetzen können, um den Arbeitszeitbedarf je Hektar und die Arbeitsqualität zu optimieren. Der technische Fortschritt wird konsequent genutzt. Auch im Einkauf unserer Betriebsmittel erzielen wir so günstigere Konditionen, als jeder Betrieb für sich allein.

Angebaut werden Brotweizen, Futtergerste, Braugerste für heimische Mälzereien, Raps (sowohl zur Speiseölherstellung als auch zur energetischen Verwertung) sowie Zuckerrüben, die im Werk Euskirchen von Pfeifer & Langen zum bekannten „Kölner Zucker“  verarbeitet werden.

 

Der Anbau unserer Früchte erfolgt nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenbaues. Das bedeutet, dass alle acker- und pflanzenbaulichen Maßnahmen ergriffen werden, die es ermöglichen, eine nachhaltige und an ökologischen Gesichtspunkten orientierte Bewirtschaftung mit der ökonomischen Zielsetzung der Partnerbetriebe zu verbinden. Durch Weiterbildungsmaßnahmen und Austausch mit anderen Betrieben und Partnern halten wir unser pflanzenbauliches und betriebswirtschaftliches Wissen immer auf dem neuesten Stand. Jährlich erstellte Horizontalvergleiche zeigen den Status quo sowie Schwachstellen und Stärken unserer Betriebe. Eine eigene Agrarsoftware hilft bei Datenerfassung, -auswertung und Dokumentation.

Wertvolle und fruchtbare Lößböden bilden unsere Produktionsgrundlage, daher spielen Bodenschonung und ein optimiertes Humus-, Nährstoff- und Dünge-Management eine wichtige Rolle. Zur Umsetzung stehen uns produktionstechnische Verfahren wie die Gestaltung  der Fruchtfolge, der Anbau von Zwischenfrüchten (Gründungung) oder der Einsatz von organischen Düngern wie z. B. Kompost und natürlich der Ernterückstände (Rübenblatt und Stroh) ebenso zur Verfügung wie technische Hilfsmittel. Um einer Schädigung unserer Böden durch Verdichtungen vorzubeugen, werden die Bearbeitungstermine sorgfältig gewählt und nach Möglichkeit bodenschonende Technik (Reifen mit reduziertem Innendruck oder Gurtbandlaufwerke auf dem Rübenvollernter) eingesetzt. Basis für die Entscheidung über Art und Mengen der einzusetzenden Düngemittel sind regelmäßig ermittelte amtliche Untersuchungsergebnisse unserer Böden sowie der über eine spezielle Dünge-Software ermittelte Nährstoffbedarf, der aus dem tatsächlichen Nährstoffentzug durch die vorangegangenen Ernten resultiert.

Der Einsatz von „chemischen Pflanzenschutzmitteln“ ist Bestandteil des integrierten Pflanzenbaues. Hier wird sowohl aus Gründen des Umweltschutzes als auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit jedoch nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ gearbeitet. Wir befassen uns beispielsweise detailliert  mit der spezifischen Verunkrautung der einzelnen Flächen oder mit den Resistenzeigenschaften unserer angebauten Sorten, so dass hinter jeder tatsächlich durchgeführten Maßnahme eine sorgfältige Planung steht. EDV-gestützte Simulationsmodelle, die automatisch auf aktuelle Wetterdaten zurückgreifen, bilden hier eine wertvolle Hilfestellung.

 

Sämtliche Maßnahmen, die wir treffen, müssen genau dokumentiert werden. Dies betrifft z. B. die Art und Menge der ausgebrachten Dünger in Verbindung mit den Bodenuntersuchungsergebnissen, die einzelnen Pflanzenschutzmaßnahmen im Hinblick auf Indikation, Mittelart und –menge oder die Humuswirtschaft des Betriebes (Humusbilanzierung). Die Landwirtschaftskammer tritt hier als Kontrollbehörde auf und kann bei Verstößen Sanktionen verhängen.

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